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Optimale Nutzung von Granitreststoffen mit HYPERCON

16. Juni 2024

Optimale Nutzung von Granitreststoffen mit HYPERCON

Granit, das weltweit am meisten verbreitete magmatische Tiefengestein (Plutonite), ist reich an Feldspat und Quarz und beinhaltet oft Glimmer. In Deutschland findet man Abbaugebiete beispielsweise im südlichen Schwarzwald, im Bayerischen Wald, im Fichtelgebirge, im Erzgebirge, im Odenwald und im Harz (Brockenmassiv und Ramberg). In vielen Anwendungen spielt Granit seit langer Zeit eine wichtige Rolle als Rohstoff. Im heutigen Wohndesign erfreuen sich Natursteine wie Granit als Tischplatten und für die Außenanlagen einer großen Beliebtheit.

Eigenschaften und Erscheinungsbild

Meistens ist Granit mittel- bis grobkörnig und verfügt über eine homogene Mineralverteilung, die ein relativ gleichmäßiges Erscheinungsbild erzeugt. Die Kristalle im Granit haben meist eine Größe zwischen 1 Millimeter und einigen Zentimetern. Der Einsatz der Granite im Bauwesen erfolgt auch aufgrund der hohen Widerstandskraft und Wetterfestigkeit. Die Härte und Druckbeständigkeit des Materials sowie die gute Bearbeitbarkeit durch günstige Brech-, Schleif- und Poliereigenschaften tragen zur großen wirtschaftlichen Bedeutung im Bauwesen bei. Granite werden im Straßenbau als Pflasterstein, Bordstein, Gehwegplatte und Schotter verwendet. Im Bahnbau ist Schotter einer der wichtigsten Baustoffe.

Im Hochbau und Innenausbau findet Granit Anwendung als Außenwandverkleidung, Wandverkleidung, Treppen- und Bodenbelag oder Tisch- und Küchenarbeitsplatten. Als Pflasterstein, Terrassenplatte oder Brunnen bestehen Anwendungen im Garten- und Landschaftsbau.

Die Farbwelt der Granite reicht von hell- bis dunkelgrau, mit Abstufungen zu bläulich, rot, gelblich und buntkörnig. Meistens sind die Quarze farblos, weißlich oder grau. Weniger oft werden gelblich oder bläulich schimmernde Quarzbestandteile gefunden. Feldspat tritt als undurchsichtig rötlich, gelblich, weißer oder sehr selten blauer Bestandteil auf. Der kleine, schwarzglänzende Biotit-Glimmer und der hell silberglänzende Muskovit-Glimmer sind biegsame Blättchen, die Granite im Licht funkeln lassen.

Bruchstücke aus Granitgestein

Woraus besteht Granit?

Die chemische und mineralogische Zusammensetzung von Granit entspricht dem vulkanischen Rhyolith. Granit variiert je nach Entstehungsprozess sehr stark in seiner Struktur. Das massige und relativ grobkristalline Gestein verfügt meist über horizontal und vertikal verlaufende Klüfte. Es bestehen aber auch mittel- und feinkörnige Vorkommen. Granite mit mittlerer Körnung sind am meisten verbreitet.

Diese körnigen Strukturen entstehen durch langsame Abkühlung in Tiefen von mehr als 2.000 Meter unter der Erdoberfläche. Die Entstehung von Granit durch die Erstarrung von Gesteinsschmelzen innerhalb der Erdkruste ist ein Prozess mit einer Dauer von mehreren Millionen Jahren. Hauptsächlich bestehen Granite aus Quarz, Feldspäten und dunklen, mafischen Mineralen. Oft sind Silikatminerale wie Biotit (Dunkelglimmer) und Muskovit (Hellglimmer) ein wesentlicher Bestandteil. Die Feldspäte sind mehrheitlich Kalifeldspat und Plagioklase. Nebenbestandteile in Granit können Zirkon, Apatit, Titanit, auch Magnetit, Rutil, Ilmenit oder auch andere Erzmineralien sein.

Warum sind Reststoffe aus der Granitverarbeitung für HYPERCON interessant?

Filterstaub, Brechsande und Schlämme, die bei der Verarbeitung des Primärrohstoffes entstehen, werden seit Jahren durch HYPERCON als Material für neue Anwendungen getestet. Die HYPERCON Technologie ermöglicht es, nicht oder schwer verwendbare Restmaterialien als Hauptbestandteile für hochfeste und ultrahochfeste Betone zu nutzen. Das Material dient als wesentlicher Bestandteil der Rezeptur und ist dadurch auch für die Farbgebung und Haptik der Produkte entscheidend. HYPERCON Anwendungen für Restmaterialien aus der Granitverarbeitung finden sich derzeit im Bereich der Fassade, bei Terrassenplatten, Wandfliesen und im Interior-Design.

Rohstoff Granitsand

Die Verarbeitung von Granit erzeugt Reststoffe, die in zahlreichen HYPERCON Rezepturen nutzbar werden

Bei der Herstellung von Platten, Splitt und Schotter entstehen Filterstäube und nicht bisher nutzbare Korngrößen. Diese können durch das spezielle Produktionsverfahren nahezu komplett in hochwertigen und energiesparenden Anwendungen verwendet werden. HYPERCON vermeidet dadurch die Deponierung oder das Downcycling von Materialien.

Diese Restmaterialien werden von HYPERCON für Upcycling-Anwendungen genutzt. Granit-basierte Rohstoffe und Rezepturen erlauben dünne und robuste Produkte mit natürlicher Farbgebung. Die als HYPERCON ELEMENTS bezeichneten Rohstoffe auf Granitbasis eignen sich somit auch für fliesenähnliche Produkte. Das HYPERCON COLD CERAMIX Verfahren ist effizienter und umweltfreundlicher, da der energieintensive Brennprozess entfällt. Alle Reststoffe aus der Verarbeitung von Granit dienen als Basismaterial hochwertiger Betonwaren für Bodenbeläge im Innen- und Außenbereich, fliesenähnliche Platten für Wand und Boden sowie für Möbel, Waschbecken und Arbeitsplatten.